«

Sep 25 2018

Leckschutz: Nach einer Operation …

Strampler… ist es oft notwendig, den Hund mit einem Leckschutz davon abzuhalten, die Nähte seiner Operationsnaht zu belecken.

Nach mehreren Versuchen haben wir etwas gefunden, das die Kastrationsnarbe eines Rüden gut schützt. Davor gab es aber den ein oder anderen Fehlkauf. Ganz zu Anfang haben wir als Lösung einen aufblasbaren Kragen besorgt. Was sich als unbrauchbar herausgestellt hat, aber ganz von vorn.

halskragenHalskragen Buster Classic

Das ist der klassische Trichterkragen aus Kunststoff. Dieser wurde uns von der Tierklinik in Hirschberg zur Verfügung gestellt. Jeder, der bisher das Vergnügen hatte, wird uns hoffentlich zustimmen: Für unsere Hunde ist das nichts! Der Kragen ist unpraktisch: Er stört bei der Wasseraufnahme und ist extrem starr. Dadurch sind die Hunde in ihrer Bewegung eingeschränkt. Sollte der Patient im Bett schlafen dürfen kommt hinzu, dass an eine angenehme Nachtruhe für beide Seiten nicht zu denken ist. Hund schläft irgendwann aus Erschöpfung oder den Nachwirkungen der Operation ein, Mensch weil endlich mal kein Geschiebe und Gezerre mehr herrscht.

Für uns macht der Kragen nur Sinn, wenn alles andere was ein Leckschutz sein kann, versagt hat.

halskragenAufblasbarer Halskragen

Was fanden wir die Idee gut, ein waschbarer Kragen zum Aufblasen. Es kam nur anders als erhofft. Unser kleiner Patient hat den Kragen nämlich geschickt verschoben. Dadurch, dass das von uns verwendete Modell im Nacken an die Halsweite angepasst geschlossen wird, lag dort seine Schwachstelle. Der Kragen war auch grundsätzlich in der passenden Größe nicht voluminös genug, um den kleinen gelenkigen Hund davon abzuhalten, an seiner Wunde zu lecken. Was wir im Vorfeld nicht genau recherchiert haben: Der Kragen ist eher ein Leckschutz für Wunden im Kopf-, Brust- und Rückenbereich. Hier wird er sicher gute Dienste leisten.

Es gibt Modelle die anders aufgebaut sind, z.B. von Tepaw. Dieser Leckschutz ist wie ein Rollkragen mit einem weichem, runden Kissen. Das Konzept erscheint uns eigentlich ganz wirksam, da es zusätzlich Wunden abdeckt, die sich an anderen Körperstellen befinden. Testen konnten wir es aufgrund Zeitmangels leider nicht.

Strampler und Hundebody

Als Notlösung wurde ein Babystrampler besorgt und zurechtgeschnitten. Nette Idee, aber völlig unpraktisch, da sich Hund in der Nacht daraus „befreit“ hat.

Es gibt spezielle Hundebodys. Diese sehen sehr wirksam aus und sind eine prima Alternative zu Kragen jedweder Art. Vielleicht aber nur bei Kurzhaarhunden ohne Unterwolle. Allen anderen könnte der Hundebody zu warm werden.

Schutzhöschen für läufige Hündinnen

Ja, was sollen wir sagen … es musste eine Notlösung her. Die im Fachhandel angebotenen Babyhöschen waren von der Anatomie nicht verwendbar. Auch kleine Hunde haben nun mal völlig anders gebaute Oberschenkel als Menschenkinder.

Wahlweise gibt es auch Windeln für Hündinnen, die würden vielleicht auch gehen. Alles was den Bereich um den Hodensack abdeckt.

Ein Inkontinenzhöschen für Rüden hatte das von uns aufgesuchte Tierfachgeschäft nicht.

Hurra, der Leckschutz funktioniert

Letztendlich wären wir von Anfang an mit dem Schutzhöschen gut beraten gewesen. Wobei Frauchen immer noch, wenn genug Zeit gewesen wäre, den Hundebody bevorzugen würde. Wobei auch der Kragen von Tepaw bei besonders heißem Sommerwetter sicherlich einen Versuch wert wäre.

Merke: Aufblasbare Halskragen sind eine tolle Sache, aber nur für spezielle Bereiche des Hundekörpers.

Übrigens ein Tipp für eine Heilsalbe, die wir auch für uns selbst nutzen: Weleda Heilsalbe, nein, nicht die normale mit Calendula. Es gibt eine zweite, die viel besser wirkt wenn es sich um heikle Wunden handelt. Innerhalb weniger Tage tritt eine deutliche Besserung auf. Probieren Sie es aus. 😊